28. Sept 2001
Förderverein Beginenhof e.V.

Für die meisten Beginen ein durchschaubares Instrument zur Einbindung von Sympathisantinnen, Beantragung von Fördergeldern, ABM-Stellen etc. Vereinsangelegenheiten werden auch in der Beginenversammlung abgesprochen, keine eigenen Versammlungen außer der jährlichen (1.Mai) Vollversammlung.
Symbolischer Vorstand.

10. Mai 2002
Notarvertrag:
Frauenstiftung Beginenhof Lieselotte Pohl geborene Henn
Benanntes Kuratorium: Gisela Pohl, Ursula und Frau S.. (G's Schwester)

2003
Lange Diskussion zwischen Gisela und Ursula über Inhalt und Formulierung des Stiftungsvertrages unter Hinzuziehung des Notars Prof. Brambach, Köln.
Mehrmalige Änderungswünsche und Klärungsbedarf durch die thüringer Stiftungsbehörde.
Problem: gestiftete Schulden. Lösung: Nachweis der Zahlungsfähigkeit durch die Einnahmen der gGmbH.

April 2004
Beginenversammlung zum Thema „Stiftung". Gisela stellt dar, dass der Nachweis der Tragfähigkeit der Stiftung durch die Bilanzen der gGmbH der vergangenen Jahre von der Stiftungsbehörde anerkannt worden ist, weil bei stetig steigender Tendenz die ehrenamtlich erwirtschafteten Gelder inzwischen kostendeckend sind. Die Behörde besteht aber auf zwei Jahren persönliche Haftung durch Gisela, wobei sie mit der Behörde noch diskutieren will, ob es im Stiftungsvertrag oder in einem gesonderten Vertrag zu geschehen habe. Alles wäre gut und wir alle können stolz auf uns sein.

Mai 2004
Gisela bricht jegliche Kommunikation mit Ursula ab. Es entsteht ein  Informationsdefizit bezüglich der finanziellen Angelegenheiten des Beginenhofes.

1. August 2004
Gisela Pohl beruft eine Sonderversammlung vor der regulären Versammlung am 2. August ein. Sie verkündet und wünscht keine Diskussion, dass sie die Beginenhofstiftung zurück nimmt. 
Dies wurde mit großer Empörung und sehr emotional von den Beginen diskutiert.
Gisela kündigte ihren Austritt aus der Beginengemeinschaft an.
Alle Beginen sind sich einig und haben dies mit aller Deutlichkeit gesagt, nicht für eine andere Stiftung oder das private Vermögen einer Person zu arbeiten.
Gisela verweigert geschäftliche Verhandlungen über die Zukunft des Beginenhofes mit der Aussage, für sie habe sich nichts geändert.



Verträge

Seit 2000
Nutzungsverträge der privat genutzten Räume mit der gGmbH jeweils vom 2. August für ein Jahr.

10. Mai 2002
Notarvertrag:
Frauenstiftung Beginenhof Lieselotte Pohl geborene Henn

Unbekannt
Pachtvertrag zwischen Gisela als Besitzerin und Gisela als Geschäftsführerin der gGmbH über das gesamte Gelände  - taucht erstmalig im Räumungsklageprozess gegen 3 Beginen im Jahr 2005 auf.

Aug. 2004 
Die Nutzugsverträge der einzelnen Beginen mit der gGmbh wurden nicht erneuert.
Alle Beginen überweisen weiterhin ihre Mieten (ohne Spende) und haben einen verbalen Vertrag miteinander bis zum 2. Feb. 2005 die Umstrukturierung zu planen und zu beschließen.

Es gab keinen Vertrag darüber, dass Beginen oder andere Frauen unentgeltlich für die gGmbH arbeiten, sondern die klare Absprache, dass die gGbmH insgesamt in die Beginenhofstiftung gegeben wird.

Mitte 2005
Kündigung der Eigentümerin Gisela an die Geschäftsführerin Gisela des Pachtvertrages wegen Pachtrückständen. Somit befindet sich der ganze Beginenhof, samt ehrenamtlich erwirtschafteter Erträge der Beginengemeinschaft wieder in Privateigentum und nicht in Gemeinschaftseigentum als Grundvoraussetzung der unentgeldlich geleisteten Arbeit aller Beginen, Helferinnen, ABM und Spenderinnen.


Erkenntnisse

Vertrauen kann nicht durch Verträge ersetzt werden.
Die Beginen haben sich für Vertrauen entschieden.
Macht muss teilbar bleiben oder werden.
Der Beginenhof soll auf dem Tännich Bestand haben.
Die Beginen möchten für den Besitz von Frauenland in einer Gemeinschaftsstiftung arbeiten.

         Ur - Tännich 3. November 2004